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Tag des Offenen Denkmals in Flensburg am 12. September 2010
Pressemitteilung der Stadt Flensburg
Flensburg. In die Geschichte unserer Stadt eintauchen und Denkmalschutz "live" erleben - diese Möglichkeit bietet sich wieder zum diesjährigen Tag des Offenen Denkmals.
Zu diesem europaweit begangenen Tag, an dem sich eine Vielzahl von Baudenkmälern der Öffentlichkeit präsentieren, hat auch die Stadt Flensburg wieder ein attraktives Programm zusammengestellt.
Im Mittelpunkt des Interesses steht in diesem Jahr zweifellos die Marineschule Mürwik (10-16 Uhr), die ihr 100-jähriges Bestehen feiern konnte. Rechtzeitig zu diesem Jubiläum konnte die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckende umfangreiche Sanierung des größten Flensburger Baudenkmals abgeschlossen werden. Das "Rote Schloss am Meer" präsentiert in diesem Jahr erstmals auch alle instand gesetzten Innenräume wie Remter, Aula, Säulengang, Unterkunftsräume und die Sporthalle mit der freigelegten Malerei auf dem Dachtragwerk. Rechtzeitig zum Jubiläum ist auch die große Hafentreppe saniert worden.
Einen besonders schönen Eindruck haben die Besucherinnen und Besucher, die am Tag des Offenen Denkmals mit dem 102-jährigen Salondampfer "Alexandra" - ebenfalls ein eingetragenes Kulturdenkmal - zur Marineschule reisen. Die "Alex" startet um 11, 13 und 15 Uhr an der Schiffbrücke und bringt die Besucherinnen und Besucher anschließend wieder zurück in die Stadt. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, die Marineschule auf dem "Landweg" über die Mürwiker Straße/Fördestraße und die Kehmstraße zu erreichen. Das Motto des diesjährigen Tages des Offenen Denkmals, das von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ausgerufen wurde, lautet "Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr". Nichts passt daher besser zum Tag des Offenen Denkmals, als mit der über hundertjährigen "Alex", auf der sich schon Generationen von Flensburgern vergnügten, über die Förde zu schippern.
Zu diesem Motto passt aber auch ein ganz anderes Baudenkmal, das in den letzten Jahren in einen Dornröschenschlaf gefallen ist und nunmehr zu neuem Leben erweckt wird: Der Flensburger Güterbahnhof in der Straße "Mühlendamm", unmittelbar neben dem Flensburger Hauptbahnhof gelegen, ist 1933/34 vom Reichsbahn-Neubauamt in Flensburg errichtet worden und war eine der letzten Projekte im Rahmen der bereits vor dem 1. Weltkrieg geplanten Bahnhofsverlegung in den Süden der Stadt. Nachdem die Deutsche Bahn bereits vor einigen Jahren die Nutzung des Güterbahnhofs aufgegeben hatte, fand sich mit dem Inhaber einer Flensburger Elektrofirma ein neuer Liebhaber für das unter Denkmalschutz stehende Bahnhofsgebäude. In das Gebäude werden zurzeit hochmoderne Werkstatt- und Büroräume eingebaut, die eine besondere Atmosphäre durch die Aura des historischen Güterbahnhofs erhalten. Die Möglichkeit, den Güterbahnhof kennen zu lernen, besteht am Tag des Offenen Denkmals im Rahmen einer um 11 Uhr beginnenden Führung über die Baustelle.
Wie man in vergangenen Jahrhunderten über die Meere gereist ist, kann man im Flensburger Schifffahrtsmuseum erleben. Das im historischen Zollpackhaus an der Schiffbrücke eingerichtete Museum hat am Tag des Offenen Denkmals von 10 - 17 Uhr freien Eintritt. Eintritt frei gilt auch für das Hans-Christiansen-Haus auf dem Flensburger Museumsberg (10 - 17 Uhr, Sonderführung um 14:30 Uhr). Im Museumshafen gilt von 11 - 17 Uhr "Open Ship", hier werden Traditionssegler vorgestellt. Eintritt frei heißt es auch auf der Flensburger Museumswerft (11 - 17 Uhr) gegenüber vom Schifffahrtsmuseum. Werftführungen werden nach Bedarf angeboten und im Werftcafé besteht die Möglichkeit, sich bei Kaffee, Kuchen und anderen Erfrischungen zu entspannen.
Ein weiterer Anziehungspunkt in der Flensburger Denkmallandschaft ist der Christiansenpark mit dem Alten Friedhof und der Spiegelgrotte. Von 11:30 Uhr bis 16 Uhr besteht die Möglichkeit, die Spiegelgrotte auf dem Museumsberg zu besichtigen. Dieses geheimnisvolle Bauwerk wurde im vergangenen Jahr restauriert. Von 11:30 Uhr - 16:30 Uhr kann auch die klassizistische Bundsenkapelle auf dem Alten Friedhof besichtigt werden. Führungen über den gesamten Christiansenpark mit dem Alten Friedhof, der Friedhofskapelle und durch die Spiegelgrotte finden um 13, 14 und 15 Uhr statt. Der Treffpunkt für diese Führungen ist das Infozentrum des Christiansenparks im Kutscherhaus, Mühlenstraße 5.
Auch drei Flensburger Kirchen haben zum Tag des Offenen Denkmals ein besonderes Programm entwickelt. In der St.-Marien-Kirche findet um 11 Uhr ein Festgottesdienst zum Tag des Offenen Denkmals statt. Im Anschluss daran, von 12 - 17 Uhr, findet ein Klönschnack auf dem Marienkirchhof bei Würstchen und Steaks, Bier, Wein und alkoholfreien Getränken sowie Kaffee und Kuchen statt. Um 14 Uhr findet eine Turmführung statt, um 16 Uhr wird eine Kirchenführung angeboten. Auch in der Nikolaikirche besteht um 14 Uhr im Rahmen einer Führung den Turm zu besteigen. Um 15 Uhr wird in der Nikolaikirche am Südermarkt durch die Kirche geführt. Die St.-Petri-Kirche, Bauer Landstraße 10, die von den Architekten Jürgensen und Bachmann im Stil der so genannten Heimatschutzarchitektur errichtet wurde, hat am Tag des Offenen Denkmals von 11 - 16 Uhr geöffnet. Durch diesen interessanten Kirchenbau in der Flensburger Neustadt wird um 11:30, um 13:30 und 15:30 Uhr geführt.
Das in den Jahren 1901-1903 erbaute Logenhaus im Nordergraben 23 (Eingang Holstengang) ist von 11- 14 Uhr geöffnet. Es werden Führungen durch das in den letzten Jahren umfangreich sanierte Gebäude, das sonst nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist, angeboten. Ab 17 Uhr spielt das Trio "Notabene" Stücke von Telemann, Haydn, Dussek und Rossini im historischen Mozartsaal.
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